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KLEIN-KLEIN
Der Rücken: Ludovic Magnin macht Schluss
Mit dem VfB Stuttgart wurde er Deutscher Meister, dabei sorgte er durch seine unkontrollierten Bewegungen auf dem Spielfeld für Aufsehen. Außerdem: Mario Balotelli mopst eine Streublende und Diego Maradona verklagt Spielehersteller. Von Henning Klefisch

 

 Ludovic Magnin

Verzerrtes Gesicht: Ludovic Magnin bei einem für ihn typischen Einwurf Foto Pixathlon

 

Er war einer der Spaßvögel in der Bundesliga. Nun muss der Schweizer seinem Körper Tribut zollen und überraschend seine Laufbahn beenden. Er nennt die Gründe und ist traurig. Der FC Zürich und Ludovic Magnin haben mit sofortiger Wirkung ihre Zusammenarbeit beendet. Der 33-jährige leidet unter Rückenproblemen.

Vielen deutschen Fans ist Magnin noch als gut gelaunter Außenverteidiger aus seiner Zeit bei Werder Bremen und beim VfB Stuttgart in Erinnerung. 2004 konnte er mit Werder Bremen die Meisterschaft und den DFB-Pokal holen, während er 2007 völlig überraschend auch mit Stuttgart die Meisterschale einfuhr.

Gegenüber uefa.de hat der ehemalige Schweizer Nationalspieler die Gründe für sein vorzeitiges Vertragsende genannt: „Eigentlich wollte ich am Saisonende mit dem Fußballspielen aufhören.“ Ab sofort wird der sympathische Blondschopf nun aber im Jugendbereich als Assistenz-Coach arbeiten. Ein wenig enttäuscht äußert er sich zu den Motiven für die rasche Beendigung seiner sportlichen Laufbahn: „Leider muss ich akzeptieren, dass 15 Jahre Profi-Fußball ihre Spuren hinterlassen haben. Ich habe erkannt, dass ich nicht länger mit den hohen körperlichen Voraussetzungen mithalten kann und es ist eine tiefe Trauer in mir, dass ich mich für eine Ende als Profifußballer entscheiden musste.“

Bevor er in die Bundesliga gewechselt ist, hat Magnin für Yverdon-Sports und den FC Lugano in seinem Heimatland gespielt. In die Nationalmannschaft der Eidgenossen ist er 62-mal berufen worden. 2010 wechselte er aus der Bundesliga zum FC Zürich. Sobald es sein Rücken zulässt, möchte Magnin in der Jugendarbeit des Vereins arbeiten.

 

Balotelli mit Filter
Sein Muskelprotz-Jubel nach seinem Tor gegen Deutschland bei der EM 2012 hat Mario Balotelli weltweit bekannt gemacht. Nun hat er sich einen Scherz mit einer Fotografin erlaubt, die beim Premier-League-Auftaktspiel Manchester City gegen den FC Southampton Bilder machen wollte. Er nahm ihr die teure Kamera vor dem Einlaufen ab und schraubte feixend die Streulichtblende ab. Mit dem corpus delicti in seinen Händen ist der 22-Jährige in die Kabine geflüchtet, um diese seinen Kollegen zu präsentieren, die für solch ein außersportliches Thema allerdings kein allzu großes Interesse offenbarten und sich lieber der konzentrierten Spielvorbereitung widmeten.


Maradona und die falsche „Hand Gottes“
Über den ehemaligen Weltklassefußballer Diego Maradona hat es viele Geschichten gegeben. Nun soll es um die „Hand Gottes“ gehen, die angeblich einen Vertrag für ein chinesisches Online-Spiel mit dem Namen „Hot Blooded Soccer“ unterschrieben haben soll. Mit dieser schriftlichen Genehmigung wurde mit seinem Namen und seinem Foto auf dieser Website geworben.

Nun hat der argentinische Nationaltrainer bei der WM 2010 die zwei chinesischen Internetportale verklagt und möchte rund drei Millionen Schweizer Franken erstreiten, um den Schadensersatz zu begleichen. Sogar ein graphologisches Gutachten wurde erstellt, welches bewiesen hat, dass diese Unterschrift nicht von der „Hand Gottes“ getätigt worden ist. Schnell wurde die Schuldfrage gestellt. Einer der Hauptverdächtigten dieses dreisten Betrugsversuchs war mit Alejandro Mancuso der Co-Trainer von Maradona während der letzten Weltmeisterschaft. Dieser jedoch kann sich an nichts erinnern und erinnert ein wenig sarkastisch an die ausschweifende Drogenvergangenheit des einst größten argentinischen Fußballspielers aller Zeiten. Die wahre Unschuldigkeit von Maradona wird jedoch schnell deutlich, wenn bekannt wird, dass sogar die belasteten Unternehmen eingestehen mussten, dass keine direkte Verhandlung mit Diego Maradona stattgefunden hat. Damals trieb er ein böses Spiel mit den Engländern. Nun treiben die Chinesen ein unrühmliches Spiel mit der „Hand Gottes“.

Tanzen bei Chelsea
Weil Lehrjahre insbesondere in Englands Profiliga keine Herrenjahre sind, mussten die Spieler der Nachwuchs-Akademie des FC Chelsea mit ungewöhnlichen Tanzeinlagen für kollektive Erheiterung sorgen. Als eine Art Aufnahmeritual sind die Talente dazu angehalten, dass sie vor der ersten Mannschaft eine Tanzdarbietung demonstrieren müssen.

Die Chelsea-Stars wie John Terry, Frank Lampard und Co. sind dazu angehalten, das Rhythmus-Gefühl der hoffnungsvollen Nachwuchs-Spieler zu bewerten. Die besten Moves der einzelnen Spieler werden demonstriert. In dem gezeigten Video (YouTube/chelseafc) ist Jon Muleba zu sehen, der den Sieg allerdings knapp an seinen Teamkameraden Fankaty Dabo abgeben musste. Auf Twitter hat Muleba den Chelsea Profi Ashley Cole nach seiner Leistung gefragt. Dieser ließ sich zu der Aussage hinreißen: „Du warst sehr gut. Aber generell war das Level schrecklich!“

 

 



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