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Rückkehr zum Weltmeister
Alassane Ouédraogo war Profi in Köln und Oberhausen. Im Sommer fand er keinen Klub mehr. Er trainierte er für einige Wochen im VdV-Camp in Duisburg-Wedau, wo ihn Henning Klefisch zum Video-Interview getroffen hat. Die gute Nachricht: Der 34-jährige Nationalspieler Burkina Fasos bekommt ab sofort einen Vertrag beim Oberligisten ESC Wirges, wo er von Jürgen Kohler trainiert wird.

 Alassane OuedraogoSeine Autogrammkarte beim 1. FC Köln, wo er von 2000 bis 2003 bei den Profis und der U23 spielte: Alassane Ouédraogo. Anschließend war er Zeitligaprofi bei Rot-Weiß Oberhausen (57 Spiele, sieben Tore). Für Burkina Faso machte er 62 Länderspiele, in denen er dreimal traf

 

Einst kam er als hoffnungsvolles Talent nach Deutschland. Alassane Ouédragao wechselte mit 20 Jahren aus Belgien zum damaligen Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln, wo er sich im Profiteam jedoch nicht durchsetzen konnte. Drei Bundesligaeinsätze in drei Jahren beim FC sind seine überschaubare Bilanz. Bei RW Oberhausen erlebte der Nationalspieler aus Burkina Faso seine beste Zeit als Spieler und wäre 2004 beinahe mit den „Kleeblättern“ sensationell in die Bundesliga aufgestiegen.

Seit 2005 spielt der vierfache Familienvater nur noch in den unterklassigen, semiprofessionellen Ligen in Deutschland und ist in diesem Sommer eine Zeit lang vertragslos gewesen. Deshalb trainierte der mittlerweile 34-Jährige für einige Wochen im VdV-Camp in Duisburg-Wedau, wo er Henning Klefisch zum ausführlichen Video-Interview getroffen hat. Dort hat er seine schwierige Situation Anfang August so erklärt: „Heutzutage gibt es so viele gute Fußballer auf dem Markt. Vor allem auch junge Spieler. Seit vier, fünf Jahren weißt du, dass es nicht einfacher wird. Es ist nicht so einfach wie früher.“
 

 


Gut aufgenommen in gewohnter Umgebung

Schon damals war der 173 Zentimeter große Mittelfeldspieler realistisch: Es werde für ihn schwer werden, in den ersten drei Ligen noch einmal eine Chance zu bekommen: „Ich versuche in der Oberliga oder Regionalliga zu helfen. Die 3. Liga ist nun in ganz Deutschland. Es ist nicht einfach, denn es gibt viele Spieler auf dem Markt. Nun habe ich Familie. Ich versuche mit meiner Erfahrung in der Regionalliga und 3. Liga zu helfen. Vielleicht fehlt Erfahrung.“ Eine berufliche Ausbildung besitzt der Spieler Ouédragao nicht, da er frühzeitig den alleinigen Fokus auf seine Fußballerkarriere gelegt hat. Nun gibt es für den Routinier die Rückkehr zum alten und neuen Verein. Mittlerweile hat sich die Situation für ihn zum Positiven verändert. So trainiert er aktuell wieder beim Oberliga-Aufsteiger SpVgg ESC Wirges unter Trainer Jürgen Kohler und hofft auf einen neuen Vertrag, wie er verriet: „Ich kenne die Spieler schon. Die Mannschaft hat mich wieder gut aufgenommen. Wir trainieren sehr hart. Es ist ein sehr gutes Niveau in dieser Mannschaft. Über dieses harte Training freue ich mich.“
 
Gute Perspektive für die Mannschaft

Über seinen Kontakt zu Kohler weiß er zu berichten: „Wir haben ein gutes Verhältnis. Wenn er etwas sagt, spricht er es ganz klar an. Er hat große Erfolge in seiner Karriere vorzuweisen. Man kann mit ihm auch über seine Vergangenheit sprechen. Das ist sehr interessant. Ich habe einen Weltmeister als Trainer. Das hat nicht jeder Verein in der fünften Liga. So etwas bringt einen deutlich weiter.“ In neun Spielen hat der ESC 18 Punkte geholt. Dies reicht für einen Platz im oberen Tabellendrittel. Der Afrikaner spielt in einer technisch starken Mannschaft mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern mit Perspektive. Schon zwischen Oktober 2012 und Juli 2014 spielte Ouédragao für den Verein aus dem Westerwaldkreis und bestritt 46 Partien, in denen ihm 13 Treffer gelangen. Nun gibt es also das Comeback. 



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