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BUNDESLIGA
Mythos 1. FC Union Berlin: Wohin entwickelt sich der Hauptstadt-Club?
Die Ostberliner haben den Klassenerhalt in der Saison 2019/20 sicher unter Dach und Fach gebracht. Wie geht´s jetzt weiter?

 

1. FC Union BerlinFußball und der Berliner Bär: Das Wappen des 1. FC Union Berlin Foto Jorono/Pixabay

 

Das zweite Jahr ist für jeden Bundesliga-Aufsteiger schwieriger als die erste Saison. Die alte Weisheit gilt in den kommenden Wochen und Monaten auch für den 1. FC Union Berlin. Die Mannschaft aus der Wuhlheide hat ihr Erstlings-Werk bravourös vollbracht. Die Ostberliner haben den Klassenerhalt in der Saison 2019/20 sicher unter Dach und Fach gebracht. Wie geht´s für den Hauptstadtclub weiter?

Tendenz an den Bundesliga Wettquoten ablesbar

Die Tendenz für Eisern Union lässt sich sehr gut aus den Bundesliga Wettquoten der Buchmacher herauslesen. Wer regelmäßig Bundesliga Wetten spielt, weiß dass die Sportwetten Anbieter die Saison-Vorhersagen meist präzise auf dem Bildschirm haben. Bwin kann beispielsweise mit folgenden Bundesliga Wettquoten für den 1. FC Union Berlin aufwarten:

1. FC Union Berlin wird Meister: 2.001,00

1. FC Union Berlin steigt ab: 2,75

1. FC Union Berlin wird Letzter: 5,50

1. FC Union Berlin kommt in die Top 6: 26,00

 

Während der Spielzeit wird der Hauptstadtclub in vielen Bundesliga Wetten als Außenseiter zu sehen sein. Zu bedenken ist bei den Bundesliga Wetten aber, dass Eisern Union dank seiner Fans zu Hause immer für ein kleines Fußball-Wunder gut ist.

Personeller Umbruch trotz Erfolg?

Nein, von einem kompletten personellen Umbruch kann beim 1. FC Union sicherlich nicht gesprochen werden. Die Leistungsträger sind an Bord geblieben. Anderseits hat das Trainer-Team um Urs Fischer versucht, auf einigen Positionen nachzujustieren. Mitte August haben die Köpenicker 14 offizielle Neuzugänge vorzuweisen. Als Königstransfer kann Max Kruse angesehen werden, der von Fenerbahce Istanbul in die Hauptstadt gewechselt ist. Vom FC Schalke 04 wurde Angreifer Cedric Teuchert losgeeist. Als neue Nr. 1 zwischen den Posten wurde Andreas Luthe vom FC Augsburg geholt. Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg wurde nach seiner Leihe fest unter Vertrag genommen. Eine neue Option ergibt sich für Coach Urs Fischer im Mittelfeld mit dem kleinen Japaner Keita Endo, verpflichtet von den Yokohama F. Marinos.

Der aktuell erfolgreichste Club der ehemaligen DDR

Schon zu DDR-Zeiten war Eisern Union ein Mythos. Die Berliner waren in der Hauptstadt der Gegenpool zum BFC Dynamo. Nach der Wende sind zahlreiche ehemalige, renommierte Clubs des Ostens in der Versenkung verschwunden. Beim 1. FC Union hat man hingegen sorgfältig und seriös gewirtschaftet. Step-by-Step wurden neue Hürden überwunden. Der Erfolgsweg gipfelte in den Bundesliga Aufstieg. Die Ostberliner sind damit der aktuell erfolgreichste Verein, der auf eine Geschichte in der ehemaligen DDR zurückblicken kann.

Die einzigartige Fan-Verbindung

Ein wesentlicher Grund für den Erfolg von Eisern Union ist die einzigartige Fan-Bindung. Das Stadion „An der Alten Försterei“ in Köpenick ist bei allen Bundesliga-Heimspielen ausverkauft. Selbst in der aktuellen schwierigen Corona-Zeit versuchen die Unioner eine Vorreiterrolle einzunehmen. Während andere Bundesliga-Vereine sich um eine Teilzulassung der Fans in den Arenen bemühen, haben die Verantwortlichen des 1. FC Union vorgeschlagen das gesamte Stadion zu füllen. Zugelassen werden sollen Anhänger mit einem negativen Corona-Test in der Tasche, wobei der Club seinen Fans die Test sogar bezahlen will. Klar ist, dass sich diese Regel in der Praxis nicht umsetzen lässt. Sie zeigt aber trotzdem, welche eingeschworene Gemeinschaft Eisern Union und die Fans sind.

Ein weiteres einzigartiges Fan-Ereignis in Köpenick gibt’s übrigens jenseits vom Fußball. Das Weihnachtssingen im Stadion ist für die Zuschauer Jahr für Jahr ein unvergessliches Highlight. 

 



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