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presseschau
Der nächste Schritt   
Vor dem Bundesliga-Start in knapp zwei Wochen: Mutige Berliner, selbstironische Mainzer und kritiklose Bayern. Die Pressestimmen – gesammelt von indirekter-freistoss.de. 

 


Nico Kovac
Mit dem FC Bayern souverän den Supercup geholt: Trainer Nico.Kovac Foto Pixathlon

 

Hertha BSC bereitet sich im österreichischen Schladming auf die neue Saison vor. Sebastian Schmitt (Berliner Zeitung) ist hautnah dabei: „Schneller, offensiver, attraktiver und unberechenbarer soll das Spiel der Berliner werden. Daran feilen Dardai und Widmayer seit dem Start der Vorbereitung Ende Juni. Während dieser Woche will das Duo auf dem Übungsplatz im Trainingslager in der Steiermark das Repertoire ihrer Truppe zu dem bisher erprobten 4-2-3-1 System um ein 3-5-2 als alternative Formation erweitern. Nach fünf Jahren im Oberhaus und dreieinhalb Spielzeiten unter der Anleitung von Pal Dardai will Hertha den nächsten Schritt machen.“

Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht Herthas Co-Trainer Reiner Widmayer über seine Zusammenarbeit mit Pal Dardai: „Wir verstehen uns gut im zwischenmenschlichen Bereich und finden auch immer wieder Themen, über die wir leidenschaftlich diskutieren können. Die Rollenverteilung ist dabei relativ klar: Pal ist der Chef, er entscheidet, aber ich habe auch meine Vorstellungen über Inhalte, Personen, Aufstellungen. Da gibt es immer wieder Reibungspunkte, das ist wichtig und spannend.“

Bewusst provokant

Der FSV Mainz sorgt gerade mit provozierenden Selbstironie-Werbeinitiativen für Aufsehen. Daniel Meuren (FAZ) weiß warum: „Die jüngsten Aktionen passen zu dem Bemühen des Klubs, seine Identität neu zu erfinden und wieder mehr emotionale Nähe zu den Anhängern aufzubauen. Mit der neuen Strategie, den Klub bewusst provokant als den etwas anderen Verein zu präsentieren, wollen die Mainzer der negativen Entwicklung beim Ticket- und vor allem Dauerkartenverkauf entgegenwirken.“

Manfred Hendriock (derwesten.de) beschäftigt sich in puncto Schalke-Hierarchie auch mit Torwart Ralf Fährmann: „Wie kein anderer Spieler verkörpert der Torwart, der schon in der Jugend für die Königsblauen gespielt hat, die Werte des Vereins. Fährmann kann sich keinen anderen Verein in Deutschland mehr vorstellen, er ist Schalkes emotionaler Anführer. In dieser Rolle wird er von den Fans geliebt, von den Teamkollegen geachtet und vom Trainer geschätzt: Domenico Tedesco machte ihn vor einem Jahr anstelle von Benedikt Höwedes zum Kapitän – auch, weil er als Torwart unumstrittener Stammspieler ist.“

Die Spieler ziehen kritiklos mit

Thomas Kilchenstein (FR) befasst sich mit Bayerns neuem Coach Niko Kovac: „Bislang ist der Kroate aus Berlin gut angekommen bei den Bayern, er spürt die Rückendeckung der Bosse, die Spieler ziehen kritiklos mit, Arjen Robben etwa, der alte Fahrensmann, kommt aus dem Loben gar nicht mehr heraus, auch die deutschen Nationalspieler, die erst später (aber immer noch früher als geplant) dazustießen, finden Kovac okay. Außerdem hatte er ihnen die strapaziöse PR-Reise in die USA erspart, nicht der schlechteste Schachzug zum Einstieg, wenn man Stars auf seine Seite ziehen will. Aber smart und eloquent im Auftreten war Kovac ja schon immer.“

Vier Wochen nach dem deutschen WM-Desaster erklärt Mario Gomez seinen Abschied aus der Nationalmannschaft. Dariusch Rimkus (taz) überreicht Blumen: „Der Rücktritt war letztendlich ein richtiger Entschluss. Denn so bestimmten weder Bundestrainer Joachim Löw noch die kritische Öffentlichkeit über Gomez‘ Abschied, sondern nur er selbst. Und wer weiß, ob nicht in zwei Jahren Not am Mann ist und er für die Europameisterschaft doch zurückkehrt. Gomez schreibt in seinem Rücktritts-Posting, er würde in diesem Fall „dann selbstverständlich bereitstehen“. Erfahrungen in Sachen Comebacks hat er ja bereits.“

 

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