Zurück  |  

presseschau
Lob für Haaland-Transfer       
Hertha BSC holt einige Stars, wobei an der Nachhaltigkeit der Investitionen von Lars Windhorst Zweifel erlaubt sind. Dortmund erhölt für seine Verpflichtungen mehr Anerkennung. Die Pressestimmen – gesammelt von indirekter-freistoss.de

 


Erling Haaland
Dortmunder Winterzugang: Erling Haaland Foto Pixathlon

 

Durch die Millionen von Investor Lars Windhorst können Hertha-Coach Jürgen Klinsmann und Manager Michael Preetz nun auch an die Pforten der ganz Großen klopfen. Sebastian Fischer (SZ) hält den Ball flach: „In Europa weiß man nun auf jeden Fall schon mal Bescheid, dass es in Berlin einen Klub gibt, der Großes vorhat. In Paris oder London dürfte das eine überraschende Erkenntnis sein. Hertha war außerhalb Berlins ja bisher eher hintendran. Ob es sich um einen nachhaltigen Wandel handelt, ist aber noch nicht klar.“

Claus Vetter und Stefan Hermanns hingegen (Tagesspiegel) sind Feuer und Flamme: „Windhorst, das muss man ihm zugutehalten, hat seine Versprechen bisher wahr gemacht und die Gelder immer pünktlich an den Klub überwiesen. Und selbst wenn die Traum-Transfers, die deshalb nun möglich erscheinen, ein Traum bleiben sollten, ist das nicht schlimm. Schließlich hat Hertha nichts zu verlieren außer seiner langweiligen Mittelmäßigkeit. Ins graue Mittelmaß kann der Klub immer wieder zurückkriechen, sollte es mit Windhorst doch nicht klappen.“

Das fehlende Puzzlestück

In Dortmund kauft man schon seit Jahren große Namen ein. Der neueste kommt aus Norwegen: Erling Haaland. Jonas Nohe (sport1.de) ist begeistert: „Gerade einmal 20 Millionen Euro soll der BVB dank einer Ausstiegsklausel für Haaland bezahlt haben. Den Dortmundern winkt mindestens ein großer finanzieller Gewinn bei einem zukünftigen Weiterverkauf – so wie es schon bei Ousmane Dembélé der Fall war und in absehbarer Zukunft auch bei Jadon Sancho sein dürfte. Vielleicht ist Haaland aber noch mehr: Womöglich ist der Norweger das Puzzlestück, das dem BVB fehlte, um irgendwann nicht mehr „nur“ eine Zwischenstation auf dem Weg zu den ganz großen Klubs zu sein.“

Stefan Bröhl (tag24.de) schließt sich an: „der 1,94 Meter große Bulle ist pfeilschnell, kombinationssicher, bereits sehr robust, abschlussstark, hat ein extrem gutes Gespür für freie Räume, schafft mit seiner Präsenz Platz für seine Mitspieler und hat sein volles Potenzial noch gar nicht entfaltet! Es könnte zwar sein, dass der im englischen Leeds geborene Haaland ein wenig Anlaufzeit benötigt, um sich an das höhere Trainingsniveau und die Stärke der Bundesliga zu gewöhnen. Doch er hat alle Anlagen, um auch hierzulande ein herausragender Stürmer zu sein. Und das weiß auch die Konkurrenz.“

Auch Tom Vaagt (sportbuzzer.de) zeigt mit beiden Daumen nach oben: „Nicht Juventus Turin. Nicht RB Leipzig. Nicht Manchester United. Und auch kein anderer finanzkräftiger Klub aus der englischen Premier League. Erling Haaland heuert bei Borussia Dortmund an. Das ist beachtlich. Eines der begehrtesten Talente Europas entscheidet sich für die Bundesliga. Der Norweger beweist damit schon bevor er hierzulande erstmals gegen einen Ball getreten hat vor allem eines: Charakterstärke. Warum? Der 19-Jährige entschied sich für einen Klub, der ihn wirklich braucht. Bei dem er eine Lücke im Kader schließt. Und bei dem ihm in seinem jungen Alter Einsatzzeiten garantiert sind.“

Schleichender Transformationsprozess

Tobias Oelmaier (dw.com) beschäftigt sich mit der Machtwechsel-Situation beim FC Bayern München: „Wer Oliver Kahn noch aus seiner aktiven Zeit kennt oder später als Fernseh-Experte, der weiß: Er könnte den allmächtigen Uli Hoeneß tatsächlich ersetzen. Insofern ist es wahrscheinlich sogar gut für ihn, dass der Transformationsprozess nicht von jetzt auf gleich vollzogen wird. So muss er sich nicht vom ersten Moment an mit seinem übermächtigen Vorgänger als starkem Mann im Klub, mit Uli Hoeneß, vergleichen lassen.“


 
 


Zurück  |