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Tränen im Volkspark    
Die Dino-Nummer ist vorbei: Der Hamburger SV ist das letzte Gründungsmitglied der Bundesliga, das absteigen muss. Die Pressestimmen – gesammelt von indirekter-freistoss.de. 

 


Tränen im VolksparkTränen im Volkspark: Der Hamburger SV steigt nach 55 Jahren zum ersten Mal aus der Bundesliga ab. Foto: Pixathlon

 

Es ist tatsächlich passiert: Der HSV ist abgestiegen. Carsten Scheele (SZ) macht den Deckel drauf: „Dass der Hamburger SV als Bundesliga-Gründungsmitglied tatsächlich erstmals abgestiegen ist, ist für viele traurig. Die Aufholjagd zum Saisonende mit Siegen gegen Schalke, Freiburg, Wolfsburg und Mönchengladbach war ehrenwert; unter dem früheren U23-Coach Christian Titz spielte die Mannschaft endlich wieder den offensiven Fußball, den die Anhänger so lange vermissten. Vielleicht hätte es wieder gereicht, wenn Titz zwei, drei Spiele früher gekommen wäre. Doch so war die Hypothek zu heftig: Dieser Abstieg ist das Ende vom Mythos, dass Misswirtschaft und Fehlplanungen bei einem Klub wie dem HSV einfach nicht bestraft werden. Deshalb ist er auch eine gute Nachricht.“

Oliver Fritsch (Zeit Online) hält die Fahrstuhltür auf: „Abgestiegen sind an diesem Samstag mit dem HSV nicht nur Christian Titz an der Seitenlinie und Lewis Holtby und Aaron Hunt im Trikot. Abgestiegen sind auch Markus Gisdol und Bernd Hollerbach, Jens Todt und Heribert Bruchhagen, Peter Knäbel und Dietmar Beiersdorfer, Karl Gernandt, Alexander Otto, Ernst-Otto Rieckhoff oder Carl-Edgar Jarchow. Sie alle sind längst nicht mehr beim HSV aktiv und dennoch mitverantwortlich dafür, dass der Traditionsverein und ehemalige Europapokalsieger erstmals in die Zweite Liga muss.“

Fähige Führungspersonen für einen verheißungsvollen Neustart

Frank Heike (FAZ) sammelt bereits Unterschriften: „Mit Titz, Vorstand Frank Wettstein und Bernhard Peters, dem Direktor Sport, hat der HSV drei fähige Führungspersonen, denen Aufsichtsrat Bernd Hoffmann vertrauen sollte. Einigten sich Hoffmann und Wettstein auf einen Sport-Vorstand, mit dem beide leben können, wäre viel gewonnen und tatsächlich ein verheißungsvoller Neustart möglich.“

Ex-Tennisprofi Michael Stich (Welt) verteilt Taschentücher: „Du, lieber HSV, bist Teil des Lebens so vieler Menschen in Hamburg, der Region und auf der ganzen Welt. Du bist natürlich auch ein Teil meines Lebens, und ich wünsche mir, dass wir es alle gemeinsam schaffen, etwas aufzubauen, das wieder so glänzt, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Aber es wird ein neuer Glanz mit neuen Menschen und neuen Spielern, die Dir ein Gesicht geben und Dich auf ihre Weise prägen werden. Es liegen schwere Jahre hinter uns. Aber wir haben die Chance auf eine großartige Zukunft, wenn wir alle entschlossen das gleiche Ziel verfolgen. Dies wünsche ich mir so sehr für Dich, lieber HSV, und natürlich für alle Deine Fans.“

 
 


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