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DIE SEPTEMBER-AUSGABE 2005
RUND – #2_09_2005

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RUND – #2_09_2005
RUND – #2_09_2005

In dieser Ausgabe des Fußballmagazins RUND lesen Sie unter anderem:

WM-Stadien: Millionengrab für Steuergelder
1,4 Milliarden Euro wurden in die deutschen Stadien investiert, darunter knapp 600 Millionen von der öffentlichen Hand. Doch in Leipzig und Düsselsdorf wird auf Jahre hinaus kein Bundesliga-Fußball gespielt werden – die Unterhaltskosten trägt der Steuerzahler. In Kaiserslautern sicherte das Land Rheinland-Pfalz dem 1. FCK über den Umweg Stadion das finanzielle Überleben. Auch bei anderen Stadienprojekten verfährt man gern nach der alten Regel: Die Gewinne werden privatisiert, die Verluste trägt die Allgemeinheit. Die Vereine, die wie Schalke oder Bayern ihre Stadien selber finanzierten, haben derweil ganz andere Probleme: Bleibt der sportliche Erfolg aus, droht der Kollaps wie in Dortmund. Dazu sorgen die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle für Wettbewerbsverzerrung in der Liga. Die einen müssen jahrelang Kredite tilgen, die anderen bekamen ihr Stadion quasi umsonst.

Zlatan Bajramovic am Lügendetektor
Zlatan Bajramovic ist der erste Bundesliga-Profi, der sich für RUND an einen Lügendetektor anschließen ließ. Der Schalker Neuzugang erzählt hier, was er sonst lieber verschweigt: Zu welchen Notlügen er greift, wenn er keine Lust auf Verabredungen hat. Oder wieso er selbst bei Mannschaftsfeiern stocknüchtern bleibt. „Warum soll ich etwas trinken, das beschissen riecht?“ Bajramovic erinnert sich an den peinlichsten Moment seiner Kindheit und offenbart, warum er auf St. Pauli in einen Sexshop ging: „Ich wollte mich einfach mal über die Sachen da totlachen.“

Robinho: „Ich war völlig am Boden“
Mit gerade mal 21 Jahren gilt Robinho als eines der größten Stürmertalente der Welt. Nach endlosen Verhandlungen ist der brasilianische Nationalspieler vom FC Santos zu Real Madrid gewechselt und erzählt in RUND, wie sehr ihm das Transfer-Hickhack zugesetzt hat. „Ich habe mich wie eine Spielfigur gefühlt in einem dummen Spiel um Millionen“, sagt Robinho. Er begründet, warum er unbedingt nach Europa wollte, spricht über sein Vorbild Ronaldo und verrät warum Real schon jetzt eine Familie für ihn ist.

Lottoschein mit Günter Netzer
Die Geschichte von Helmut Dunken ist so kurios, dass man sie kaum glauben möchte. Von Kindheit an absoluter Günter-Netzer-Fan, spielt Dunken nach dem Karriereende seines Idols mit dessen Geburtsdaten, Schuhgröße und der Zahl seiner Länderspiele Lotto. 1988 steckt er Netzer einen ausgefüllten Schein zu – und die Zahlen gewinnen. Die 150.000 Mark werden geteilt. Für einen ehemaligen Fußballer nicht viel Geld, für Helmut Dunken schon. Doch am Ende hat ihm seine Tippgemeinschaft mit Günter Netzer im Leben kein Glück gebracht.

Robert Enke: „Die Bundesliga ist ein Kindergeburtstag“
Bevor Robert Enke bei Hannover 96 im Tor stand, hat er einiges erlebt. Er trainierte in Barcelona unter José Mourinho, saß bei Barca auf der Tribüne und hielt es bei Fenerbahce Istanbul nur zwei Wochen aus. „Ich würde es wieder so machen“ sagt Enke im RUND-Interview über seine Wanderjahre im Ausland. Denn dort hat er gelernt, mit schier übermenschlichem Druck zurecht zu kommen: „Gegenüber europäischen Spitzenklubs ist die Bundesliga ein Kindergeburtstag.“



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