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Presseschau
Der Beste aus zwei Welten:
Julian Nagelsmann als Nachfolger von Hansi Flick. Der FC Bayern muss eine hohe Ablösesumme nach Leipzig überweisen. Die Presstimmen – gesammelt von indirekter-freistoss.de

 

Karl-Heinz Rummenigge und Uli HoeneßVor der Pandemie ohne Abstand auf der Tribüne: Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß. Foto Pixathlon

 

RB-Coach Julian Nagelsmann nimmt in der kommenden Saison auf der Trainerbank des FC Bayern München Platz. Jörn Meyn (spiegel.de) gratuliert: „Der FC Bayern hat keineswegs ökonomisch unklug gehandelt, als er für Nagelsmann bereit war, so viel Geld auszugeben. Das Gegenteil ist der Fall. Für nur eine etwas geringere Summe haben die Bayern im Sommer Bouna Sarr und Marc Roca gekauft, zwei Ergänzungsspieler. So gesehen ist Julian Nagelsmann jeden Cent wert.“

Uli Köhler (sky.sport.de) schließt sich an: „All das was die Bayern-Bosse im letzten Jahr versäumt haben, nämlich die Brisanz der Beziehung zwischen Salihamidzic und Flick richtig einzuschätzen, haben Sie mit dem Blitzdeal perfekt hinbekommen. Es war nicht billig, aber für den FC Bayern ist es eine grandiose Lösung.

Der wichtigste Angestellte des Vereins

Jörg Hanau (FR) kommt mit Schampus um die Ecke: „Nagelsmann passt perfekt ins Anforderungsprofil der deutschen Rekordmeisters. Sieht man davon ab, dass einer wie Jürgen Klopp nicht zu haben ist, gibt es keinen Besseren als ihn. Nagelsmann ist, keine Frage, die 1a-Lösung. Da lohnt es sich aus Sicht der Bayern durchaus, nicht nur in Beine, sondern auch mal in einen Kopf zu investieren. Der Trainer ist der wichtigste Angestellte des Vereins – mit weitreichenden Konsequenzen. Denn: Eine billige Lösung ist langfristig nicht unbedingt auch eine preiswerte.“

Martin Schneider (SZ) zeigt mit beiden Daumen nach oben: „Mittlerweile hat es sich selbst in München herumgesprochen, dass der Trainer für den Erfolg der Mannschaft vielleicht ein bisschen wichtiger ist als der vierte Ergänzungsspieler im defensiven Mittelfeld. Eine Entscheidung für einen Trainer (oder vielmehr: ein Trainerteam, der Job ist ja nicht mehr alleine zu stemmen) ist möglicherweise die wichtigste Entscheidung, die eine sportliche Führung zu treffen hat. Da muss man – betriebswirtschaftlich gesprochen – auch mal mehr investieren, um das Risiko zu minimieren.“

Diese Aktie weckt Fantasie

Oliver Fritsch (Zeit Online) ist gespannt: „Das Beste der alten Fußballwelt, Bayern München, trifft auf die Hoffnung der neuen, Nagelsmann – das könnte passen. Das deutsche Trainertalent, erst 33 Jahre alt, aber schon fünf Jahre Bundesliga-Erfahrung, hat Erfolge in Hoffenheim und Leipzig nachzuweisen und ist bereits eine internationale Marke. Diese Aktie weckt Fantasie. Sie muss sich aber auch entwickeln, denn in München muss Nagelsmann den Umgang mit Erfolgsdruck und mächtigen Männern lernen und wird erstmals in seiner Karriere Topspieler anleiten.“


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