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ENGLAND
Nur nicht umfallen
Lange herausragend gespielt, dennoch nicht gewonnen: Pep Guardiola hat mit Manchester City weiter mit der Wucht der Angreifer in der englichen Premier League zu kämpfen. Beim 2:2 gegen die Tottenham Hotspurs ist der Londoner Alli nicht zu halten.

 

Pep GuardiolaNicht hinsehen: Pep Guardiola hadert mit der Chancenverwertung seiner Citizens. Foto Pixathlon

 

Als der Ball wieder knapp daneben ging, schlug der Trainer in seiner Coachingzone die Hände vors Gesicht. Trotz einer über weite Strecken eindrucksvollen Leistung kam die Mannschaft von Pep Guardiola gegen die Tottenham Hotspurs nicht über ein 2:2 hinaus. Ärgerlich aus Sicht des Trainers von City: Manchester hatte im Etihad Stadion bereits 2:0 geführt und die Spurs mit einem aggrssiven Pressing so tief in die eigene Hälfte  gedrückt, dass  Guardiola nach dem Spiel ohne Übertreibung von einer "herausragenden Vorstellung" sprach.
 
Dass Guardiola in England solche Probleme bekommen würde, freut Teile der Beobachter auf der Insel, denen die Methoden des Katalanen zu feingeistig für den robusten Fußball scheinen. Wetten kann man dort auf alles und natürlich auch auf einen vorzeitigen Rausschmiss des Managers in Manchester. Spannender dürfte aber sein, welche Ergebnisse die Citizens in ihren nächsten Ligaspiele erzielen werden. Um sich vorab umfassen zu informieren, können sich Anhänger auf Seiten über den Tiplix Vergleich informieren.
 
Der Mut des Katalanen schien zunächst lange mit einem eindrucksvoll herausgespielten Heimsieg belohnt zu werden. Guardiola hatte Leroy Sané aufgestellt, der der Defensive der Londoner mit seiner Schnelligkeit immer wieder Probleme bereitete und das 1:0 erzielte (49.). Der ehemaliga Schalker bekam einen Ball, an dem Spurs-Keeper Hugo Lloris vorbeigesegelt war, zwar aus kürzester Distanz an die Hand, doch Schiedsrichter Andre Marriner entschied auf Tor.
 
Als Lloris nur fünf Minuren eine Hereingabe von Raheem Sterling nicht festhalten konnte, war der Belgier Kevin de Bryne zur Stelle und erzielte das 2:0. Immerhin können sie sich bei Tottenham auf die Durchschlagskraft von Dele Alli verlassen, der per Kopf nur vier Minuten später verkürzte und seine Statistik auf elf Saisontore schraubte. Dass die Citizens dem dritten Tor weiterhin näher waren als die Gäste dem Ausgleich wurde in der nächsten Schlüsselszene deutlich: Sterling hatte einen langen Ball von Aleksandar Kolarov im Strafraum angenommen und war vom Schubser des Londoners Kyle Walkers aus dem Rhythmus gebracht worden, so dass sein Schuss in Richtung Llloris nur eine Rückgabe war. Schiedsrichter Marriner gab keinen Elfmeter, Pep Guardiola verstand der Versuchung, den Referee zu tadeln: "Wir haben nicht gewonnen, weil wir zu viele Chancen vergeben haben, nicht wegen dem Schiedsrichter." Dass sich Sterling trotz des Schubsers nicht fallen gelassen hatte. kommentierte sein Trainer mit einer hervorragenden Berufsauffassung. "Ich denke er wollte ehrlich bleiben und auf seinen Füßen bleiben."
 
Spurs-Manager Mauricio Pochettino durfte sich indessen über den Ausgleich, des zur Halbzeit eingewechselte Heung-Min Son freuen. Der Ex-Leverkusener hatte mit einem Drehschuss, der vor Claudio Bravo kurz aufsetzte, den Torwart von Man City überlistet. Sons argentinischer Trainer ordnete den Punktgewinn dennoch als glücklich ein: "Manchester City war heute die bessere Mannschaft." Pep Guardiola, der nach dem 0:4 der Citizens beim FC Everton schwer in die Kritik geraten war, hat es weiterhin deutlich schwerer in der Premier League gute Ergebnisse zu erzielen als zuvor in Barcelona oder München. Dass Guardiolas Mannschaften den Gegner vom eigenen Tor weghalten, fällt in England weniger ins Gewicht. Everton und auch den Spurs gelang es, die Dominanz der Citizens mit einem langen Ball ins Zentrum auszuhebeln und dort Angreifer wie Alli in Szene zu setzen, gegen die jede Abwehr im Weltfußball Probleme bekommt.
 
 


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